Und hatte so gar keine Lust, jetzt vorher noch klettern zu gehen. Aufgeregt war ich sowieso, weil ich Angst hatte, mich komplett blöd anzustellen und mir außerdem klar war, dass ich neu in eine Gruppe von Leuten kam, die sich bereits gut kannte. Klar, ist das nichts Schlimmes, aber ich bin da erst immer ziemlich zurückhaltend.
Geschichten für Betroffene und interessierte Nicht-Betroffene. Für mich eine Plattform zum öffentlichen Gedanken-Sortieren.
Samstag, 10. Februar 2018
Pudding-Arme
Und hatte so gar keine Lust, jetzt vorher noch klettern zu gehen. Aufgeregt war ich sowieso, weil ich Angst hatte, mich komplett blöd anzustellen und mir außerdem klar war, dass ich neu in eine Gruppe von Leuten kam, die sich bereits gut kannte. Klar, ist das nichts Schlimmes, aber ich bin da erst immer ziemlich zurückhaltend.
Samstag, 13. Januar 2018
Positive vibes und so
Für mich geht es im Februar hoch hinaus! Also ich hoffe zumindest, dass ich wenigstens ein bisschen an Höhe überwinden kann.. Und zwar gehe ich mit ein paar anderen Leuten (teils Rollstuhlfahrer, teils Läufer) in eine Kletterhalle.
Ich muss zugeben, dass ich im ersten Moment auch etwas skeptisch war, ob das denn überhaupt etwas werden könnte. Mein Papa war dabei, als ich dazu eingeladen wurde und guckte, als hätte man ihm grad den seltsamsten Witz der Welt erzählt.
Ich habe natürlich einfach erstmal zugesagt (getreu dem Motto: Die werden sich dabei schon was gedacht haben) und dann mal ein bisschen recherchiert. Und für alle, die es sich ebenfalls nicht so richtig vorstellen können - sucht mal nach "Dunja Fuhrmann" oder auf Youtube nach "Klettern mit Querschnittlähmung" (Ich hoffe, ich darf das hier so schreiben). Ist 'ne echt coole Frau.
Die Vorfreude darauf versüßt mir zur Zeit etwas die doch schon recht anstrengende Prüfungsphase.
Ich bin früher schon ganz gerne auf allem Möglichen rumgeklettert -klar qualifiziert das niemanden als guten Kletterer- , aber ich hoffe daher, dass ich mich nicht komplett peinlich anstellen werde.
Ich werde berichten.
Donnerstag, 11. Januar 2018
Bahngespräche
-"Na welche denn?"
Donnerstag, 7. Dezember 2017
Seepferdchen
Wie recht oft, habe ich natürlich viel zu negativ gedacht - als ich am Ende der Bahn kurz Pause machte, sprach sie mich ganz schüchtern an und fragte, ob sie mir mal etwas sagen dürfte. Naja, na klar durfte sie. Sie sagte, dass sie es ganz toll fände, dass ich das mache und so selbstbewusst bin und ich ihren vollsten Respekt habe.
Was mich daran allerdings traurig macht ist, dass man aufgrund solcher Aussagen erkennt, wie wenig Menschen mit Behinderung in unserem gesellschaftlichen Bild verankert sind. Ich habe diesen Satz bei Weitem nicht zum ersten Mal gehört und höre ihn immer wieder beim Feiern, beim Sport, sonst wo.
Ich weiß auch, dass niemand absichtlich so denkt, aber ich würde mir wünschen, dass die Realität endlich mehr in den Köpfen der Menschen ankommt und man sich als Mensch mit Behinderung nicht immer irgendwie anders oder besonders vorkommen muss, wenn man einfach irgendetwas "Normales" macht.
Mittwoch, 22. November 2017
Rumschubsen
Ein kleines Anliegen:
Ich weiß, es ist nett gemeint und ich weiß, Ihr wollt wirklich nur helfen. Aber bitte, bitte schiebt nicht einfach irgendwelche Rollstuhlfahrer ohne Vorwarnung durch die Gegend. In der letzten Woche gleich drei Mal erlebt und mir ist jedes Mal der Rucksack (mit Tablet etc drin) oder irgendetwas anderes vom Schoß gefallen, weil ich nicht darauf gefasst war. Gerade wenn man die Stufe in die Straßenbahn nehmen möchte, kann das auch nicht ganz ungefährlich sein.
Einfach kurz fragen, ob derjenige Hilfe braucht und nicht gekränkt sein, wenn ein "Nein" kommt. Manchmal sieht Rollstuhlfahren vielleicht etwas umständlich aus; aber wer Hilfe benötigt, fragt meistens auch danach.
Letztens bin ich einfach nur ganz langsam an der Haltestelle entlang gefahren, weil meine Bahn noch nicht kam und plötzlich gab's nen heftigen Ruck und auf mein erschrockenes "Ne danke!" erntete ich nur einen verständnislosen Blick.
Keine Ahnung, was in den Leuten vorgeht; andere Leute fässt man ja auch nicht einfach an der Schulter an und schiebt sie über die Straße. Ich weiß, ist nur gut gemeint, aber für mich auf jeden Fall absolut unangenehm..
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Halbe Helden
"Im Rollstuhl sitzen ist keine Option für ihn."
"Er kämpfte sich ehrgeizig aus dem Rollstuhl."
"Er investierte viel Kraft und Energie und hat es somit geschafft, wieder laufen zu können."
Samstag, 21. Oktober 2017
Filter
Neulich wurde mir gesagt, ich würde ziemlich schnell überreagieren. Okay, vielleicht ist das so und vielleicht tu ich das gerade mit diesem Post auch schon wieder. Aber ich möchte meinem Ärger bezüglich eines Themas Luft machen. Online. Gerne lasse ich mich in meiner Sichtweise auch korrigieren, falls mein Blick hier völlig verschoben scheint.
Und zwar, was mich echt ankotzt/verletzt/nervt/verwirrt: Aussagen (bezogen auf mich und die Tatsache, dass ich im Rollstuhl sitze) wie
"Um mit dir zusammen/befreundet zu sein, muss man schon ein guter Mensch sein."
"Das ist nunmal schon irgendwo eine Belastung, dass du im Rollstuhl sitzt. Man ist halt viel eingeschränkter."
Oder Fragen wie "Aber was ist denn, wenn jemand damit ein Problem hat, dass du im Rollstuhl sitzt?"
Also mal ehrlich, vielleicht sehe ich das alles falsch oder viel zu eng. Und ja, ich verstehe es, dass es nicht Jedermanns Sache ist, mit einer rollstuhlfahrenden Person eine Beziehung (egal, welcher Art) einzugehen. Berührungsängste und Co. spielen sicher eine große Rolle.
Aber ich verstehe nicht, wie mir bekannte Menschen es tatsächlich als eine so einschränkende Belastung sehen können, dass ich im Rollstuhl sitze. Ich bekomme mein Leben alleine auf die Reihe; kann alleine wohnen, einkaufen, Auto fahren; bin vielleicht sogar selbstständiger, als der eine oder andere laufende Mensch in meinem Alter. Und dann bekomme ich teilweise so erniedrigende Kommentare zu hören. Klar, lasse ich mir von Freunden gerne den Rollstuhl in mein Auto stellen; das geht nunmal schneller, wenn man laufen kann, aber das ist doch nun wirklich keine unzumutbare Belastung für denjenigen (falls doch, erklärt es mir hoffentlich mal jemand). Und ja, sicherlich kann ich nicht ganz so spontan sein, wie gesunde Menschen und mit mir kann man auch nicht durch unwegsames Gelände wandern, aber das ist doch ein Problem, mit dem allerhöchstens ich zu kämpfen haben sollte. Und wenn selbst ich meine Behinderung nicht als Belastung sehe, wieso erlauben sich das dann Andere?
Und die Antwort auf die oben genannte Frage: Wenn jemand ein Problem damit hat, dass ich im Rollstuhl sitze, dann ist das dessen Problem und nicht meins und mir herzlich egal. Solange es um fremde Personen geht. Handelt es sich um Freunde oder Menschen, die mir in einer anderen Art und Weise nahe stehen, verletzt mich das.
Aber vielleicht ist so etwas auch ganz gut. Gut, um zu filtern.
(Mir fällt gerade auf, dass hier die von Laura Gehlhaar geprägte Bezeichnung "Arschlochfilter" auch fast treffend wäre http://lauragehlhaar.com/2015/03/23/meine-behinderung-der-arschlochfilter/)
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Ja, ich habe eine Querschnittlähmung. Nein, ich hatte keinen Unfall. Meine Lähmung hat eine nicht-traumatische Ursache. Das heißt, sie is...
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Momentan ist in meiner Gefühlswelt irgendwie der Wurm drin. Objektiv betrachtet geht es mir natürlich gut, ich habe kaum Grund, mich zu bekl...

